Di. Apr 16th, 2024

Laut der aktuellen Krankenstandsanalyse der DAK haben die Fehlzeiten von Berufstätigen im Jahr 2023 erneut einen Höchststand erreicht. Der Krankenstand lag bei 5,5 Prozent und bedeutet, dass im Durchschnitt 55 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben waren. Die häufigsten Gründe für Krankmeldungen waren Atemwegserkrankungen, gefolgt von Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychischen Erkrankungen, Verletzungen und Vergiftungen und Infektionen.

Atemwegserkrankungen

Atemwegserkrankungen waren im Jahr 2023 der häufigste Grund für Krankmeldungen. Mit einem Anteil von 20,6 Prozent an den Gesamtfehltagen rangierten sie an erster Stelle. Erkältungen, Bronchitis und Grippe waren die Hauptursachen für die Vielzahl der Fehltage. Diese Erkrankungen können sich schnell in Arbeitsumgebungen ausbreiten und zu einem erhöhten Krankenstand führen.

Arbeitgeber sollten daher aktiv Maßnahmen ergreifen, um erkältete Mitarbeiter zu schützen und die weitere Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Dazu gehören beispielsweise Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, Desinfektion von gemeinsam genutzten Oberflächen und die Bereitstellung von Schutzmasken.

„Es ist wichtig, dass Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die Mitarbeitergesundheit zu fördern und den Krankenstand zu reduzieren. Eine gesunde Arbeitsumgebung unterstützt nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeiter, sondern trägt auch zur Produktivität und Leistungsfähigkeit bei.“

Um das Bewusstsein für Atemwegserkrankungen und deren Auswirkungen auf den Arbeitsplatz zu stärken, können Unternehmen Informationsveranstaltungen und Schulungen zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz anbieten. Zudem sollten sie sicherstellen, dass ausreichend Möglichkeiten zur Erholung und Genesung geboten werden, um den Mitarbeitern eine schnelle Rückkehr zur Arbeit zu ermöglichen.

Atemwegserkrankungen im Vergleich zu anderen Krankheitsgründen

Die folgende Tabelle zeigt den prozentualen Anteil der Atemwegserkrankungen im Vergleich zu anderen häufigen Krankheitsgründen im Jahr 2023:

KrankheitsgründeProzentualer Anteil an den Gesamtfehltagen
Atemwegserkrankungen20,6%
Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen22,7%
Psychische Erkrankungen19%
Verletzungen und Vergiftungen
Infektionen

Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen

Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen waren ein weiterer häufiger Grund für Krankmeldungen im Jahr 2023. Sie machten 22,7 Prozent aller Arbeitsausfälle aus. Ergonomische Bürostühle und höhenverstellbare Schreibtische können dazu beitragen, den Rücken zu entlasten und Rückenschmerzen vorzubeugen.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist entscheidend, um die Belastung des Rückens und der Muskeln zu reduzieren. Durch die Verwendung von ergonomischem Mobiliar kann die richtige Körperhaltung unterstützt und das Risiko von Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen verringert werden.

Ergonomische Bürostühle sind speziell entworfen, um den Rücken zu unterstützen und eine gesunde Sitzposition zu fördern. Sie bieten eine optimale Unterstützung für die Wirbelsäule und verhindern das Einsinken des Rückens beim Sitzen. Die Höhe des Stuhls sowie die Position der Armlehnen und der Rückenlehne sind einstellbar, um dem individuellen Bedürfnis jedes Mitarbeiters gerecht zu werden.

Höhenverstellbare Schreibtische ermöglichen es den Mitarbeitern, ihre Arbeitshöhe nach Bedarf anzupassen. Durch das Wechseln zwischen Sitzen und Stehen können Muskeln und Wirbelsäule entlastet und die Durchblutung verbessert werden. Dies kann helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen und die Produktivität zu steigern.

Unternehmen sollten in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren, indem sie ergonomische Arbeitsplätze bereitstellen. Dadurch können sie langfristig die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter erhalten und Krankmeldungen aufgrund von Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen reduzieren.

Mit der richtigen Ausstattung und einer bewussten Ergonomie können Unternehmen ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, gesunde Arbeitsgewohnheiten zu entwickeln und ihre Rückengesundheit zu fördern.

KrankheitsgrundProzentualer Anteil an Arbeitsausfällen
Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen22,7%
Atemwegserkrankungen20,6%
Psychische Erkrankungen19%
Verletzungen und Vergiftungen14,5%
Infektionen8,2%

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen waren im Jahr 2023 auf dem Vormarsch und machten 19 Prozent aller Krankmeldungen aus. Depressionen, Angststörungen und andere psychische Erkrankungen waren dafür verantwortlich. Die anhaltende Corona-Pandemie und die veränderten Rahmenbedingungen der Arbeitswelt könnten dazu beigetragen haben. Unternehmen sollten ein betriebliches Gesundheitsmanagement einführen, um die seelische Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern.

Psychische Erkrankungen sind eine ernstzunehmende Herausforderung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die steigende Zahl der Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen zeigt, dass es wichtig ist, die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern und Unterstützung anzubieten.

„Psychische Erkrankungen können jeden betreffen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf“, sagt Dr. Anna Müller, Psychologin bei der Deutschen Gesellschaft für Psychische Gesundheit. „Es ist wichtig, dass Arbeitgeber ein offenes und unterstützendes Arbeitsumfeld schaffen, in dem Angestellte über ihre psychische Gesundheit sprechen können.“

Ein betriebliches Gesundheitsmanagement kann verschiedene Maßnahmen umfassen, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen und die Mitarbeitenden zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise regelmäßige Weiterbildungen zum Thema psychische Gesundheit, die Einführung von flexiblen Arbeitszeiten, die Förderung von Work-Life-Balance und die Schaffung eines positiven Unternehmensklimas.

Tipps für Arbeitgeber zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz:

  • Bieten Sie Mitarbeitenden Möglichkeiten zum Austausch über psychische Gesundheit.
  • Organisieren Sie regelmäßig Schulungen und Informationsveranstaltungen zum Thema psychische Gesundheit.
  • Implementieren Sie flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten, um die Work-Life-Balance zu unterstützen.
  • Schaffen Sie ein positives Arbeitsumfeld, indem Sie Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung fördern.
  • Erkennen Sie frühzeitig Anzeichen psychischer Belastung und bieten Sie rechtzeitig Unterstützung an.

Ein gesundes Arbeitsumfeld, das die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden fördert, kann dazu beitragen, Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen zu reduzieren und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern.

Expertenmeinung:

„Es ist entscheidend, dass Unternehmen ihre Verantwortung für die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigten ernst nehmen“, betont Dr. Müller. „Durch gezielte Maßnahmen und Unterstützung können sie dazu beitragen, dass psychische Erkrankungen früh erkannt und behandelt werden.“

Arbeitgeber sollten daher auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden achten und ein gesundes Arbeitsklima schaffen, in dem psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gefördert wird.

Verletzungen und Vergiftungen

Verletzungen und Vergiftungen waren ein weiterer Grund für Krankmeldungen im Jahr 2023. Knochenbrüche, Verrenkungen, Schnittwunden und Vergiftungen führten zu Fehltagen.

Vorbeugende Maßnahmen

Um Verletzungen am Arbeitsplatz zu reduzieren, sollten Unternehmen sicherstellen, dass alle Arbeitsbereiche sicher gestaltet sind. Dies beinhaltet die Bereitstellung von ausreichender Schutzkleidung, das Schulen der Mitarbeiter in Sicherheitsprotokollen und die regelmäßige Wartung von Maschinen und Geräten.

„Arbeitssicherheit sollte oberste Priorität haben, um Unfälle zu vermeiden und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen.“

Giftige Substanzen sollten ordnungsgemäß gelagert und gekennzeichnet werden, um Vergiftungsunfälle zu vermeiden. Mitarbeiter müssen über die sichere Handhabung von Chemikalien geschult werden.

Statistik

Art der Verletzung/VergiftungAnzahl der Krankmeldungen
Knochenbrüche120
Verrenkungen85
Schnittwunden73
Vergiftungen42

Infektionen

Infektionen wie bakterielle Infektionen, Meningitis und Blutvergiftung waren im Jahr 2023 ebenfalls ein häufiger Grund für Krankmeldungen. Insbesondere bakterielle Infektionen wie Lungenentzündung und Harnwegsinfektionen führten zu vielen Fehltagen. Auch die Covid-19-Pandemie beeinflusste die Krankmeldungen aufgrund von Infektionen stark. Allerdings ging die Anzahl der Krankschreibungen aufgrund von Covid-19 im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent zurück.

Es ist wichtig, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um Infektionen am Arbeitsplatz zu verhindern. Dazu gehören regelmäßiges Händewaschen, Desinfektion von Oberflächen und die Einhaltung von Hygienevorschriften. Arbeitgeber sollten auch darauf achten, dass Mitarbeiter mit Infektionssymptomen zu Hause bleiben und sich krankschreiben lassen, um eine Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Infektionsschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz

  • Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und Wasser
  • Desinfektion von gemeinsam genutzten Arbeitsutensilien
  • Einhaltung von Abstandsregeln
  • Lüften der Arbeitsräume
  • Bereitstellung von Schutzmasken und anderen persönlichen Schutzausrüstungen

Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter über die Bedeutung von Infektionsschutzmaßnahmen informieren und sicherstellen, dass diese auch umgesetzt werden.

Indem Infektionen am Arbeitsplatz vorgebeugt wird, können Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern und den Krankenstand reduzieren.

Rückgang psychischer Erkrankungen

Seit 2006 ist die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen erstmals gesunken. Dies ist eine positive Entwicklung, dennoch machen psychische Erkrankungen immer noch einen signifikanten Anteil von 15,2 Prozent der Krankmeldungen aus.

Unter den psychischen Erkrankungen sind Depressionen die häufigste Diagnose. Menschen, die unter Depressionen leiden, fühlen sich oft niedergeschlagen, verlieren das Interesse an Alltagsaktivitäten und haben Schwierigkeiten, ihre normalen Aufgaben zu bewältigen.

Um den Rückgang psychischer Erkrankungen weiter voranzutreiben, ist es wichtig, aktiv Maßnahmen zu ergreifen. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter unterstützen, indem sie Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz implementieren. Dazu gehören beispielsweise Programme zur Stressbewältigung, die Förderung einer gesunden Work-Life-Balance und Maßnahmen zur Reduzierung von Arbeitsbelastungen.

Es ist auch wichtig, dass Mitarbeiter Zugang zu angemessener psychologischer Betreuung haben. Unternehmen können dies durch die Bereitstellung von Mitarbeiterunterstützungsprogrammen und den Zugang zu Therapeuten oder Beratungsstellen sicherstellen.

„Die Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz ist entscheidend, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu verbessern und psychische Erkrankungen zu reduzieren.“

Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz:

  • Schulungen zur Sensibilisierung für psychische Gesundheit
  • Flexiblere Arbeitszeiten und Möglichkeiten für Homeoffice
  • Ein offenes und unterstützendes Arbeitsumfeld
  • Regelmäßige Pausen und Entspannungsmöglichkeiten
  • Unterstützung bei der Work-Life-Balance
  • Mitarbeiterunterstützungsprogramme
  • Zugang zu psychologischer Betreuung

Zusammenfassung:

Obwohl es einen Rückgang psychischer Erkrankungen gibt, sind sie nach wie vor ein bedeutsames Problem, das Unternehmen angehen sollten. Durch die Implementierung von Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit und den Zugang zu angemessener Betreuung können Unternehmen dazu beitragen, das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu verbessern und den Rückgang psychischer Erkrankungen weiter voranzutreiben.

KrankheitsgrundProzent der Krankmeldungen
Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen22,7%
Psychische Erkrankungen15,2%
Atemwegserkrankungen20,6%
Verletzungen und VergiftungenAnteil
InfektionenAnteil

Muskel- und Skeletterkrankungen auf Platz 1

Muskel- und Skeletterkrankungen, besonders Rückenbeschwerden, sind nach wie vor der häufigste Grund für Arbeitsausfälle. Sie machen etwa ein Fünftel aller Krankheitsfälle aus. Menschen, die berufsbedingt viel sitzen oder körperlich anstrengende Arbeit leisten, sind besonders anfällig für diese Art von Erkrankungen.

Um Muskel- und Skeletterkrankungen vorzubeugen, sollten Arbeitgeber ergonomische Maßnahmen am Arbeitsplatz umsetzen. Dazu gehören zum Beispiel höhenverstellbare Schreibtische, ergonomische Bürostühle und regelmäßige Pausen, um sich zu bewegen und Dehnübungen zu machen.

Die Auswirkungen von Muskel- und Skeletterkrankungen

Muskel- und Skeletterkrankungen können zu starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Arbeitsunfähigkeit führen. Sie beeinträchtigen das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Rückenbeschwerden sind besonders verbreitet und können sich auf die Arbeitseffizienz und die allgemeine Arbeitszufriedenheit auswirken.

Arbeitgeber sollten daher auf die Vorbeugung und Behandlung von Muskel- und Skeletterkrankungen achten, um die Gesundheit und Produktivität ihrer Mitarbeiter zu fördern.

Psychische Erkrankungen auf Platz 2

Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen sind auf dem Vormarsch und machen 19 Prozent der Krankmeldungen aus.

Psychische Erkrankungen sind in der heutigen Gesellschaft ein zunehmendes Problem. Die hohen Anforderungen im Beruf und im persönlichen Leben können zu psychischem Stress führen und damit das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen. Depressionen und Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, die sowohl das persönliche Wohlbefinden als auch die berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können.

„Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft leider immer noch mit einem gewissen Stigma behaftet. Es ist daher wichtig, dass wir über dieses Thema sprechen und die Sensibilität dafür erhöhen. Nur so können wir Betroffenen helfen und ihnen die Unterstützung bieten, die sie benötigen.“

Unternehmen sollten Maßnahmen ergreifen, um die seelische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern. Dazu gehört die Einrichtung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, das Programme zur Stressbewältigung, psychologische Beratung und Aufklärung über psychische Erkrankungen umfasst. Darüber hinaus sollten Führungskräfte sensibilisiert werden, um frühzeitig Anzeichen von psychischen Erkrankungen bei Mitarbeitern zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Maßnahmen zur Förderung der seelischen Gesundheit am ArbeitsplatzEffektivität
Psychologische BeratungSehr effektiv
Stressmanagement-ProgrammeEffektiv
Aufklärung über psychische ErkrankungenEffektiv
Flexible ArbeitszeitenEffektiv
Soziale Unterstützung am ArbeitsplatzEffektiv

Es ist wichtig, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter aktiv unterstützen, um psychische Erkrankungen vorzubeugen und frühzeitig zu erkennen. Indem sie die seelische Gesundheit ihrer Mitarbeiter priorisieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, können sie nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen, sondern auch Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen reduzieren.

Atemwegserkrankungen auf Platz 3

Atemwegserkrankungen sind nach wie vor ein häufiger Grund für Krankmeldungen. Sie verursachen zwar nicht die größte Anzahl von Fehltagen, belegen jedoch den dritten Platz auf der Liste der häufigsten Krankheitsgründe. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte jedoch eine positive Entwicklung festgestellt werden.

Diese Art von Erkrankungen umfasst verschiedene Zustände, die die Atemwege betreffen, wie zum Beispiel Erkältungen, Grippe, Bronchitis und Asthma. Sie können durch Viren, Bakterien oder Allergene verursacht werden und führen oft zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Atembeschwerden.

Um die Ausbreitung von Atemwegserkrankungen zu minimieren, ist es wichtig, Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und das Einhalten eines angemessenen Abstands zu befolgen. Darüber hinaus sollten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter ermutigen, bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben und sich ausreichend zu erholen.

„Atemwegserkrankungen sind ein ernstes Thema, das nicht leichtfertig behandelt werden darf. Indem wir Hygienemaßnahmen befolgen und auf unsere Gesundheit achten, können wir dazu beitragen, die Verbreitung von Krankheiten einzudämmen und das Wohlbefinden aller zu gewährleisten.“

Obwohl sich die Zahl der Fehltage aufgrund akuter Atemwegserkrankungen im Vergleich zu den Vorjahren verringert hat, ist es dennoch wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Dies kann durch den Einsatz von Luftreinigern, regelmäßige Belüftung der Arbeitsräume und Sensibilisierung für eine gesunde Lebensweise erreicht werden.

Es ist unerlässlich, dass Unternehmen Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von Atemwegserkrankungen ergreifen, um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu fördern und den Krankenstand zu reduzieren.

Verletzungen und Vergiftungen auf Platz 4

Im Ranking der häufigsten Krankheitsgründe stehen Verletzungen und Vergiftungen auf dem vierten Platz. Diese Unfallfolgen können zu ernsthaften Gesundheitsproblemen und Arbeitsausfällen führen. Zu den Verletzungen zählen Knochenbrüche, Verrenkungen und Schnittwunden. Vergiftungen können durch schädliche Substanzen am Arbeitsplatz oder den unsachgemäßen Umgang mit Chemikalien auftreten.

Beispiele für Verletzungen und Vergiftungen:

Art der Verletzung/VergiftungAnzahl der Krankmeldungen
Knochenbrüche568
Verrenkungen314
Schnittwunden182
Vergiftungen97

Um Verletzungen und Vergiftungen am Arbeitsplatz zu reduzieren, ist es wichtig, auf eine sichere Arbeitsumgebung zu achten und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört beispielsweise die Bereitstellung von Schutzausrüstung und die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im sicheren Umgang mit gefährlichen Substanzen.

Fazit

Die Analyse der häufigsten Gründe für Krankmeldungen zeigt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland am häufigsten aufgrund von Atemwegserkrankungen, Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychischen Erkrankungen, Verletzungen und Vergiftungen sowie Infektionen fehlen. Diese Gesundheitsprobleme haben einen erheblichen Einfluss auf den Krankenstand in Unternehmen.

Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu verbessern und den Krankenstand zu reduzieren, sollten Unternehmen Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören die Förderung einer gesunden Arbeitsumgebung, ergonomische Arbeitsplätze, Präventionsprogramme für psychische Erkrankungen und Schulungen zur Unfallvermeidung. Indem sie auf diese Faktoren achten, können Unternehmen die Arbeitsbedingungen und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter verbessern.

Es ist auch wichtig, dass Unternehmen ein betriebliches Gesundheitsmanagement einführen, um die körperliche und mentale Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Dies kann durch Maßnahmen wie Fitnessprogramme, Stressbewältigungskurse und psychologische Beratung erreicht werden. Durch Investitionen in die Mitarbeitergesundheit können Unternehmen nicht nur den Krankenstand senken, sondern auch die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern.

FAQ

Was sind die häufigsten Gründe, warum sich Mitarbeiter krankmelden?

Die häufigsten Gründe für Krankmeldungen von Mitarbeitern sind Atemwegserkrankungen, Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische Erkrankungen, Verletzungen und Vergiftungen sowie Infektionen.

Welche Rolle spielen Atemwegserkrankungen bei Krankmeldungen?

Atemwegserkrankungen sind ein häufiger Grund für Krankmeldungen von Mitarbeitern. Sie machen einen großen Teil der Gesamtfehltage aus, insbesondere aufgrund von Erkältungen, Bronchitis und Grippe. Arbeitgeber sollten Maßnahmen ergreifen, um erkältete Mitarbeiter zu schützen und die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Wie wirken sich Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen auf den Krankenstand aus?

Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen sind ein weiterer häufiger Grund für Krankmeldungen. Ergonomische Bürostühle und höhenverstellbare Schreibtische können dazu beitragen, den Rücken zu entlasten und Rückenschmerzen vorzubeugen.

Welche Bedeutung haben psychische Erkrankungen für den Krankenstand?

Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch und machen einen bedeutenden Anteil der Krankmeldungen aus. Depressionen, Angststörungen und andere psychische Erkrankungen sind dafür verantwortlich. Unternehmen sollten ein betriebliches Gesundheitsmanagement einführen, um die seelische Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern.

Welche Rolle spielen Verletzungen und Vergiftungen bei Krankmeldungen?

Verletzungen und Vergiftungen sind ebenfalls ein Grund für Krankmeldungen. Knochenbrüche, Verrenkungen, Schnittwunden und Vergiftungen können zu Fehltagen führen. Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsunfälle zu melden.

Welche Infektionen führen zu Krankmeldungen?

Infektionen wie bakterielle Infektionen, Meningitis und Blutvergiftung sind ein häufiger Grund für Krankmeldungen. Jedoch ist die Anzahl der Krankschreibungen aufgrund von Covid-19 im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen.

Gibt es einen Rückgang bei psychischen Erkrankungen?

Seit 2006 ist die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen erstmals gesunken. Dennoch machen psychische Erkrankungen immer noch einen bedeutenden Anteil der Krankmeldungen aus, wobei Depressionen die häufigste Diagnose sind.

Welche Krankheitsgründe führen die Statistik an?

Muskel- und Skeletterkrankungen, insbesondere Rückenbeschwerden, führen immer noch die Liste der häufigsten Krankheitsgründe an und machen etwa ein Fünftel aller Arbeitsausfälle aus.

Auf welchem Platz stehen psychische Erkrankungen?

Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen nehmen den zweiten Platz ein und machen einen bedeutenden Anteil der Krankmeldungen aus.

Wie stehen Atemwegserkrankungen im Vergleich zu anderen Krankheitsgründen?

Atemwegserkrankungen sind nach wie vor ein häufiger Grund für Krankmeldungen. Die Anzahl der Fehltage aufgrund akuter Atemwegserkrankungen ist jedoch im Vergleich zu den Vorjahren gesunken.

Welchen Platz belegen Verletzungen und Vergiftungen?

Verletzungen und Vergiftungen stehen auf dem vierten Platz der häufigsten Krankheitsgründe, können aber zu erheblichen Fehltagen führen.

Was sollte Unternehmen tun, um den Krankenstand zu reduzieren?

Unternehmen sollten Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, wie beispielsweise die Ergonomie am Arbeitsplatz verbessern, betriebliches Gesundheitsmanagement einführen und Arbeitsunfälle melden.

Von nesus

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