Laut KfW-Gründungsmonitor wollten im Jahr 2019 – vor Beginn der Coronakrise – ein Viertel der 18- bis 66-Jährigen in Deutschland gern als Selbstständige arbeiten1. Dennoch kann die Finanzierung einer Existenzgründung eine große Hürde sein. Doch es gibt verschiedene Wege, um dein Vorhaben auch mit geringem Eigenkapital zu verwirklichen.
Die Gründung eines Start-ups ist durchaus möglich, auch wenn dir zunächst nur ein kleines Budget zur Verfügung steht1. Mit der richtigen Geschäftsidee und dem nötigen Wissen kannst du deine eigene Firma auf die Beine stellen. Dazu gibt es spezielle Kredit- und Förderprogramme, die dir den Start in die Selbstständigkeit erleichtern.
Die KfW vergibt beispielsweise den ERP-Gründerkredit StartGeld mit Darlehen bis zu 125.000 Euro21. Zudem bietet die Commerzbank Finanzierungen von bis zu 750.000 Euro durch das „Investitionsdarlehen mit Sofortentscheidung“2. So kannst du dein Unternehmen auch ohne größere Ersparnisse aufbauen.
Einführung: Gründen ohne finanzielle Reserven
Der Traum von der Selbstständigkeit ist für viele Menschen verlockend, doch oftmals scheitert er an fehlenden finanziellen Mitteln. Laut Umfragen ist die Kapitalbeschaffung für 38 Prozent der Start-ups eine große Hürde3. Dennoch muss fehlendes Eigenkapital kein Hindernis sein, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Mit der richtigen Vorbereitung und Finanzierungslösungen lässt sich eine Existenzgründung auch ohne große finanzielle Rücklagen umsetzen.
Der Traum von der Selbstständigkeit
Vor 20 Jahren hatte beinahe die Hälfte der Bevölkerung den Wunsch, als Freiberufler oder Unternehmer tätig zu werden – ein deutlich höherer Anteil als heutzutage3. Trotzdem hat im Jahr 2019 immer noch ein Viertel der 18- bis 66-Jährigen in Deutschland den Wunsch nach einer selbstständigen Tätigkeit geäußert3. Dies zeigt, dass der Traum von der Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung weiterhin stark verbreitet ist.
Fehlende finanzielle Mittel sind kein Hindernis
Fehlende finanzielle Mittel müssen kein Grund sein, um den Traum von der Selbstständigkeit nicht zu verwirklichen. Mit der richtigen Herangehensweise und den passenden Finanzierungsmöglichkeiten lässt sich eine Existenzgründung auch ohne größeres Eigenkapital umsetzen. Wichtig sind eine gute Planung, ein durchdachter Businessplan und die Nutzung geeigneter Förderprogramme und Kredite4. So können Gründer ihre Ideen trotz knapper Finanzen in die Tat umsetzen.
Neben klassischen Krediten bieten sich auch alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding, Beteiligungskapital oder das Modell der Franchising-Gründung an4. Mit der richtigen Strategie und Vorbereitung eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten, eine Existenzgründung ohne große finanzielle Rücklagen zu realisieren.
„Fehlende finanzielle Mittel müssen kein Hindernis sein, um den Traum von der Selbstständigkeit zu verwirklichen. Mit der richtigen Planung und Finanzierung lässt sich eine Existenzgründung auch ohne große Rücklagen umsetzen.“
Kredit für Existenzgründer ohne Eigenkapital
Für viele angehende Unternehmer stellt der Mangel an Eigenkapital eine große Hürde dar –5 38 Prozent der deutschen Startups sehen die Kapitalbeschaffung als bedeutende Herausforderung. Doch es gibt spezielle Kredit- und Förderprogramme, die auch Gründer ohne finanzielle Rücklagen dabei unterstützen, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.
Spezielle Kredit- und Förderprogramme
Der ERP-Gründerkredit der KfW-Förderbank ist ein Beispiel für ein Finanzierungsangebot, das sich speziell an Existenzgründer ohne Eigenkapital richtet5. Der KfW-Gründungskredit ist sogar für Unternehmer ohne jegliches Eigenkapital verfügbar, um ihnen den Zugang zu Finanzmitteln zu erleichtern. Auch die KfW-Unternehmerkredite erfordern lediglich eine Eigenkapitalquote von 10 Prozent5, was Selbstständigkeit für Gründer ohne größere finanzielle Reserven ermöglicht.
Weitere Förderprogramme sind der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit oder das EXIST-Gründerstipendium für Studenten und Wissenschaftler6. Diese staatlichen Zuschüsse und Darlehen bieten Finanzierung mit günstigen Konditionen und langen Laufzeiten, um den Einstieg in die Unternehmensgründung zu erleichtern.
Bedeutung eines gut ausgearbeiteten Businessplans
Um potenzielle Geldgeber wie Banken, Investoren oder Förderprogramme von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen, ist ein ausführlicher Businessplan unerlässlich5. Für Förderanträge bei der KfW sind neben dem Businessplan weitere Dokumente wie ein Investitionsplan, eine Vermögensaufstellung, ein Schufa-Bonitätsauszug und Einkommensteuerbescheide der letzten zwei Jahre erforderlich.
Je detaillierter und überzeugender der Businessplan konzipiert ist, desto höher sind die Chancen, externe Finanzierung zu akquirieren – auch ohne nennenswerte eigene Ersparnisse5. Rund zwei Drittel der deutschen Startups überleben leider nicht über die ersten drei Geschäftsjahre hinaus, sodass eine sorgfältige Planung umso wichtiger ist.
„Der 10-Milliarden-Zukunftsfonds, den die Bundesregierung 2021 eingeführt hat, zielt darauf ab, die Startup-Finanzierung über einen Zeitraum von zehn Jahren zu stärken, indem er erfolgreiche Reinvestitionen und Investitionen ohne zusätzliche Belastung des Haushalts nutzt.“5
Gerade für Gründer ohne Eigenkapital bietet dieser staatliche Zukunftsfonds zusätzliche Chancen, ihre Geschäftsidee in die Tat umzusetzen5. Mit durchdachter Planung und gezielter Fördermittelakquise lässt sich der Traum von der Selbstständigkeit also auch ohne umfangreiche Ersparnisse realisieren.
Geschäftsmodelle mit geringem Kapitalbedarf
Gründer, die keine großen finanziellen Reserven mitbringen, können dennoch erfolgreich sein. Verschiedene Geschäftsmodelle ermöglichen es, eine Existenzgründung auch ohne umfangreiches Eigenkapital zu realisieren7. Dazu gehört die nebenberufliche Selbstständigkeit ebenso wie die Tätigkeit als Freiberufler. Auch der Einstieg in den E-Commerce und das Arbeiten im Homeoffice können Kosten sparen und den Weg in die Unabhängigkeit ebnen.
Nebenberufliche Selbstständigkeit und Freiberufler
Viele Gründer entscheiden sich dafür, ihr Unternehmen zunächst im Nebenerwerb aufzubauen8. So können sie Schritt für Schritt ihre Firma etablieren, ohne auf ihr reguläres Gehalt verzichten zu müssen. Auch freiberufliche Tätigkeiten erfordern oft nur geringe Investitionen zu Beginn9. Dadurch lässt sich das finanzielle Risiko minimieren und der Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern.
Kostenoptimierung durch E-Commerce und Homeoffice
Gerade in der Startphase lassen sich viele Kosten sparen, indem Gründer auf ein eigenes Büro oder Ladenlokal verzichten und stattdessen von zu Hause aus arbeiten9. Der Vertrieb über einen Onlineshop erspart zudem hohe Mietkosten. Stattdessen konzentrieren sich die Unternehmer darauf, ihre Geschäftsidee umzusetzen und Kunden zu gewinnen, ohne zu Beginn hohe Fixkosten stemmen zu müssen79.

„80% der Unternehmen können ohne Startkapital gegründet werden, entweder durch gezielte Kosteneinsparung oder durch Selbstfinanzierung.“9
| Finanzierungsquelle | Konditionen |
|---|---|
| KfW Gründerkredit | Bis zu 100.000 € ohne Eigenkapital, fester Zinssatz, Laufzeit 5 oder 10 Jahre, 1-2 Jahre tilgungsfrei7 |
| Bürgschaftsbanken | Staatlich unterstützte Voll-Sicherheit und Risiko-Garantie, jedes Bundesland hat eine eigene Bürgschaftsbank7 |
| Nachrangdarlehen | 100% Haftungsfreistellung, großzügige Konditionen wie tilgungsfreie Jahre, niedrige Zinsen7 |
| Crowdfunding | Finanzierung von Geschäftsprojekten durch Öffentlichkeit, Festlegung eines Finanzierungsziels7 |
| Crowdlending | Ähnlich wie Crowdfunding, aber mit Vergabe von Krediten anstelle von Investitionen7 |
| Bootstrapping | Aufbau des Unternehmens mit minimaler externer Finanzierung, Fokus auf schnelle Gewinnerzielung7 |
Zusammengefasst bieten sich Gründern ohne Eigenkapital vielfältige Möglichkeiten, um ihre Unternehmensidee umzusetzen89. Neben kreativen Kosteneinsparungen durch E-Commerce und Homeoffice stehen auch spezielle Kredit- und Förderprogramme zur Verfügung. Mit der richtigen Planung und Nutzung verschiedener Finanzierungsinstrumente lässt sich der Weg in die Selbstständigkeit auch ohne große Rücklagen beschreiten7.
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Geschickte Wahl der Rechtsform
Eine der Schlüsselfaktoren bei der Gründung eines Unternehmens ohne Eigenkapital ist die Wahl der richtigen Rechtsform. Denn je nach gewählter Gesellschaftsform variieren die Mindestanforderungen an das Startkapital erheblich10. Rund 80% der Gründer entscheiden sich für die Rechtsform des Einzelunternehmens, während etwa 12% eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) wählen10.
Für eine GmbH müssen mindestens 25.000 Euro als Stammkapital aufgebracht werden, wobei die Hälfte davon bei der Gründung einzuzahlen ist10. Die UG (Unternehmergesellschaft), auch „Mini-GmbH“ genannt, benötigt hingegen lediglich 1 Euro pro Gesellschafter als Startkapital, das vollständig bei der Gründung hinterlegt werden muss11. Im Gegensatz dazu erfordert eine AG (Aktiengesellschaft) ein Mindestkapital von 50.000 Euro10.
Bei der GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) entfällt die Vorgabe eines Stammkapitals komplett10. Allerdings haften die Gesellschafter hier gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten des Unternehmens10. Ähnliche Haftungsstrukturen gelten auch für OHG (offene Handelsgesellschaft) und KG (Kommanditgesellschaft), die ebenfalls keine festen Kapitalnormen aufweisen10.
Die Rechtsform des Einzelunternehmens ist am einfachsten umzusetzen, da hier keine formalen Vorgaben für ein Mindestkapital bestehen10. Dafür haftet der Inhaber jedoch mit seinem gesamten Privatvermögen für Schulden und Verbindlichkeiten10.
Bei Gesellschaftsformen wie der GmbH bietet sich hingegen der Vorteil einer beschränkten Haftung, da hier die Firma selbst für Verbindlichkeiten verantwortlich ist und nicht das Privatvermögen der Gesellschafter10. Trotzdem ist es ratsam, sich bei der Wahl der richtigen Rechtsform von Fachleuten wie Steuerberatern und Anwälten beraten zu lassen, da die Entscheidung erhebliche finanzielle, steuerliche und rechtliche Konsequenzen haben kann10.

Zusammengefasst zeigt sich, dass Gründer durch eine geschickte Wahl der Rechtsform den finanziellen Aufwand bei der Unternehmensgründung deutlich reduzieren können1011. Je nach Branche, Geschäftsmodell und individuellen Bedürfnissen bietet sich eine bestimmte Gesellschaftsform an, um Kosten zu sparen und die Finanzierung ohne Eigenkapital zu ermöglichen1011.
Externe Finanzierungsquellen erschließen
Wenn die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen, um den Traum der Selbstständigkeit zu verwirklichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, an zusätzliche Finanzierung zu kommen. Banken und Förderinstitutionen bieten Kredite und Förderprogramme an, die es Gründern ermöglichen, ihre Geschäftsidee auch ohne Eigenkapital umzusetzen12.
Darlehen und Kreditprogramme
Zu den attraktiven Kreditmöglichkeiten für Existenzgründer ohne Eigenkapital gehört der ERP-Gründerkredit der KfW-Bank13. Auch der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit sowie Bürgschaften von Bürgschaftsbanken können hilfreich sein, um die Finanzierung in der Startphase zu unterstützen12. Diese staatlichen Förderprogramme senken das Risiko für Banken und erleichtern so den Zugang zu Krediten für Gründer.
Fördermittel und Förderprogramme von KfW und Staat
Neben Bankkrediten stehen Gründern auch spezielle Förderprogramme und Darlehen von staatlichen Institutionen wie der KfW-Förderbank zur Verfügung. Der ERP-Gründerkredit bietet dabei günstige Konditionen und lange Laufzeiten13. Zusätzlich können Gründer den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit oder das EXIST-Gründerstipendium für Studenten und Wissenschaftler in Anspruch nehmen, um die Finanzierung in der Anfangsphase zu erleichtern13. Diese staatlichen Förderprogramme ermöglichen es, die Selbstständigkeit ohne großes Eigenkapital zu starten.





